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Zwei
Orchesterlieder op.1 für
eine hohe Stimme und Orchester
Die
Vertonung zweier Lieder von Lenau und eines von
Ruth Schumann (alle für Sopran und Orchester), sind
von schöner, melodischer Schlichtheit; die
Überschriften "Bitte", "Oede", "Nebel"
tragen die seelische Grundlage der Komposition in sich.
E.
R. Greifswald, November 1932
Die im Iran geborene Sopranistin Nassrin Azarmi
(Deutsche Oper am Rhein) bestach durch eine glanzvolle stimmliche
Leistung und überzeugte durch edlen
Vortrag, was insbesondere bei zwei Orchesterliedern
von Werner Trenkner im spätromantischen Stil wirkungsvoll
aufklang.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 11.Oktober 1993
In das Programm
einbezogen hatte Harald Rummler, der Begründer einer
Werner Trenkner-Gesellschaft in Solingen,
zwei
Kompositionen dieses lohnenswert in
die Erinnerung zurückgerufenen Komponisten, von
dem sich besonders zwei Orchesterlieder für Sopran und
Orchester nach Texten von Nikolaus Lenau einprägten.
Hans Karl Pesch, Solinger Morgenpost, 12.Oktober 1993
Variationen
und Fuge op.2
über ein
eignes Thema für Orchester
Werner
Trenkner wird bald kein Unbekannter mehr sein. Die Ernsthaftigkeit
des Werkes und die Geschlossenheit der Faktur werden dazu beitragen,
daß die Aachener Uraufführung viele weitere Aufführungen
nach sich ziehen wird. Die Fuge ist ein erstaunlicher Schlußstein
des Baues.
Echo
der Gegenwart, Aachen, 28. September 1927
Ohne
Zweifel würde Vater Bach selbst seine
Freude an solch einer Fuge haben, wenn er sie hören dürfte.
R: Z. Deutsche Zeitung Berlin
Empor
zu Gott, mein Lobgesang op.3 RV
aus
dem Weihnachtszyklus
Adoramus te, Christe,
Motette
ohne Opus-Zahl
Einbezogen
in das Programm waren zwei Kompositionen von Werner
Trenkner. Dabei wies sich die Motette"Empor
zu Gott" als heutiges Empfinden mit kirchenmusikalischer
Tradition verbindendes Werk eindringlich nach.
Hans Karl Pesch, Solinger Morgenpost, 21.Sept. 1993
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Schilflieder op.6 für
Bariton und Orchester
Werner
Trenkners "Schilflieder" nehmen aller Aufmerksamkeit
in Anspruch. Wie es scheint, hat sich der Komponist
ganz in die Gefühlstiefe des
Dichters Nikolaus Lenau hineingelebt und läßt dessen
dichterische Erlebnisse in farbenschillernden Klängen und
beweglichen Rhythmen ausströmen.
Das klingt und singt, zuweilen zwar etwas fremdartig, ja
völlig neu, aber die musikalische Sprache ist von solcher
Deutlichkeit und Unmittelbarkeit,
daß alles sich zu einem Erlebnis gestaltet.
Münsterische Zeitung, Münster, 20. April 1929
Symphonie
Nr.1 c-Moll op.8 mit
Sopran-Solo
Trenkner
erstellt mit diesem überaus ansprechenden Werk den Beweis,
daß ein Tonmeister, der wirklich etwas Neues zu sagen hat,
auch unter Vermeidung harmonischer Exzesse eindringlich und originell
zu schaffen vemag. Unsere Musiker folgten seiner energischen,
zielklaren Leitung gern und verständig, so daß
der noch junge Komponist in dem jubelnden Dank des Publikums einen
durchschlagenden Erfolg seines neuen Werkes buchen konnte.
Der Volksfreund, Aachen, April 1930
Im Mittelpunkt des Abend stand
die Solinger Erstaufführung von Werner Trenkners
monumentaler Symphonie c-moll Nr. 1
opus
8, deren gewaltige
Klangmassen das Kirchenrund erzittern ließen.
Das eingebaute Sopran-Solo ließ das Ganze
als ein Requiem erscheinen,Gyöngyi Kovacz von der
Deutschen Oper am Rhein sang mit klarer Stimme
"Ein Tännlein grünet, wo" und "Zwei
Rösslein weiden". Diese Symphonie wurde aber auch für
den
großen Trenkner- Freund Harald Rummler ein persönlicher
Erfolg.
Schm.
Solinger Morgenpost, 30.März 1993
Das Opus
8 des Komponisten, dem sich die seinen
Namen tragende Solinger Anhängergemeinde
verbunden fühlt, stellt beachtliche Ansprüche.
Das Symphonie Orchester unserer Stadt erwies sich dabei
als gültiger Interpret einer Musik, die die damals gängigen
Wege bewusst verlassen hat.
Über weite Partien führt sie in eine
Welt der Zerrissenheit und klagender
Beklemmung,setzt mächtige Tonballungen bis zur Hochspannung melodiöser
Passagen. Wahrlich alles andere als leichte Kost !
Hans Leims, Solinger Tageblatt, 29.März1993
Symphonie Nr. 2 h-Moll op.13
...Ihre
2. Sinfonie hat mich sehr interessiert ....Ein großzügiger
sinfonischer Zug ist ihr entschieden nicht abzusprechen
und sicher wird sie auch bei der
Aufführung im Konzertsaal ihre Wirkung zeigen...
Dr. Wilhelm
Furtwängler, Berlin 17. Juni 1932
.... Der zweite Teil
des Abends war durch die Aufführung der zweiten Symphonie
Trenkners ausgefüllt. Gleich der erste Satz führt
die Zuhörer in die Bereiche
hoher und ernst zu nehmender symphonischer Probleme. Die großzügigen,
gegenüber der früher hier gehörten Symphonie
bemerkenswert eigenständige
Themen sind wirkungsvoll und stilkräftig entwickelt.
Der Komponist wurde im Kreise seiner Mitwirkenden sehr gefeiert.
Unter den Schaffenden der jüngeren
Generation ist er sicher einer derjenigen, die zu den schönsten
Erwartungen auf dem Gebiete der Symphonie berechtigen.
Aachener Post, 22. Januar 1934
Streichtrio
f-Moll op.15
Dem Trio
f-moll von Werner Trenkner war deutlich anzumerken, dass es
gewissermaßen zwischen den Jahrhunderten entstan-den ist.
Spannungsgeladene Disharmonien lösten sich glücklich, melodische
Klanggefühle hingegen leiteten zu ungewohnten Klangbildern
über, scharfe Rhythmen und rasante Tempi
landetel häufig in gewohnten Bahnen. Stets aber blieb
eine belebende Spannung erhalten, die sich zum Abschluß erlösend lockerte.
Lebhafter Beifall dankte
dem Trio für makelloses Spiel und wirkungvolle Ausdeutung.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 17. Januar 1994
Das Hommage an Werner Trenkner folgte mit seinem Streichtrio
f-moll, opus 15. Das sehr komplexe Musikstück wechselt in
seinem Verlauf fünfmal
das Tempo, die melancholische"Adagio Atmosphäre"muß bald
einem dramatischen" Allegro" weichen, um
dann aber als verträumte Variation wiederzu-kehren. Ein Werk, das
in seiner musikalischen Vielfalt verschiedenste Gefühls-zustände
eindrucksvoll durchlebt. Es war ein wunderbares Musikerlebnis mit
drei hervorragenden Künstlern (Sovicek-Trio), die dem begeisterten Auditorium ein
exzellentes Zusammenspiel bieten konnten.Und es war auch
ein Erfolg für
die Werner Trenkner-Gesellschaft, die damit wieder einem
zwar nicht großen, aber dankbaren Publikum ein Werk des zu
Unrecht wenig bekannten
Werner Trenkner nahebringen konnte.
Markus
Robak, Solinger Morgenpost, 18. Januar 1994
Fünf
Gesänge op.16 für gemischten Chor
Eine verständig interpretierte Neuauflage
erlebten die 1932 uraufgeführten"Fünf Gesänge"von
Werner Trenkner. Technische Raffinessen wie chromatische
Triolen im Stil von Trenkners Zeitgenossen Ernst
Pepping wurden ebenso gemeistert
wie die lautmalerischen Feinheiten: Deutlich drehten sich
die
Mühlenflügel, fröhlich quakte der sich aufblähende "Maulheld"-
die vorwiegend jungen Sänger waren mit sichtlichem Spaß bei der
Sache.
Stefanie
Mergehenn, Solinger Morgenpost, 25.Januar 1999
Streichquartett
f-moll op.18
Gestern
bereitete das Reitz-Quartett den Hörern des Deutschlandsenders
eine schöne Feierstunde. Das erste Streichquartett, op. 18,
von Werner Trenkner
gelangte zu einer überzeugenden und würdigen Uraufführung.
Die Themen haben greifbares Format, und die klare Durchsicht
im polyphonen Gewebe ist selten behindert. Am glücklichsten
geriet der langsame Satz (ein größeres Lob kann man
keinem Komponisten sagen), am geschlossensten gibt sich das Scherzo.
Das Reitz-Quartett erwarb sich mit dieser glanzvoll gelungenen
Uraufführung ein sehr großes Verdienst um die Sache
der jungen deutschen Kunst.
Dr. Otto Reuter, Weimar, September 1933
Im
Mittelpunkt stand die Aufführung von Werner Trenkners Quartett
in f-moll, op.18, für Solingen eine Erstaufführung. Aus der
dunklen Grundierung des Cellos schälten sich
meist kurze Themen vielfältig heraus, gewannen an
Tempo und überstürzten sich. Aber auch ruhige und ausgewogene
Themen klangen durch,
ein stetes und interessantes Hin und Her.Das Abbild des
Lebens, in dem zwei Weltkriege lagen ?
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 6.März 1991
Variationen
op.19 über ein Thema aus der Zauberflöte für Orchester
Was wir an seinem bisherigen
Symphonischen Schaffen bewunderten: die wundervolle Linienführung
der Stimmen, die klangsichere Beherrschung der
Instrumentation, der schier unerschöpfliche Reichtum seiner
Erfindung zeigen sich auch hier wieder in einer Vollendung, die
Werner Trenkner in die erste
Reihe der Symphoniker stellt. Das neue Werk zeugt von einer Tiefe
der Auffassung, von einer inneren Reife, die nur wenigen auserwählten
Künstlern eigen
ist. In ergreifender Weise spiegeln sich eigene seelische Kämpfe
wieder und machen das Werk zu einem tief zu Herzen sprechenden
"Empfindungsbild".
Es wird bald ein Liebling der Symphoniekonzerte sein.
-e. Thüringische Staatszeitung, 4. Dezember 1934
Der Komponist Werner Trenkner
wurde in den letzten Jahren in
Solingen nur von Harald Rummler aufgeführt.
Möglich oder sogar wahrscheinlich,
dass vor Jahren Werner Saam ein oder das
andere Werk von ihm gespielt hat, denn auf
den Programmen namhafter Dirigenten der damaligen
Jahre
fehlte Trenkners Name nicht. Im Rundfunk begegnete
man ihm öfter. Von der Papa-geno - Arie "Ein
Mädchen oder Weibchen" nahm Trenkner nur
die ersten Takte, das heißt , das eigentliche
Lied als Thema. Den Nachtanz, zum Verändern kaum
geeignet, ließ er weg. Einzelne Variationen waren infolge
dessen außerordentlich kurz. Nun sind Trenkner aber auch Variationen
eingefallen deren Melos, Charakter, Stimmung kaum
noch an Papagenos lustiges
Lied erinnern, und so fesseln die aus satztechnischer
Könnerschaft und mit instrumentaler Phantasie gestalteten Veränderungen
immer aufs Neue, nicht
zuletzt, wenn Trenkner die Heiterkeit in Sekundreibungen in schwermutvolle
Herbigkeit umschlagen lässt, oder wenn die Streicher
die Romantik des Themas entdecken. Mit dem
Städtischen Orchester Duisburg gelang Rummler eine genaue
und warm beseelte Wiedergabe.
Dr. Werner Müller, Solinger Morgenpost, 19.April 1977
Konzert
g-Moll op.21
für Violine und Orchester
....Einen
praktischen Beitrag, dies Vorurteil zu beseitigen, gab Peter
Raabe, als er im Senderaum des Funkhauses in Anwesenheit zahlreicher
Funkhörer
die Philharmoniker dirigierte. Sogar eine Uraufführung,
ein Violinkonzert von Werner Trenkner, mutete er seiner
Hörerschaft zu, das Werk eines verant-
wortungsbewußt Werdenden. Es hat Melodie, und zwar als originelle
Einfälle, ist also zu "verstehen". Für
seine eindringliche Darstellung sorgte in der
Solopartie die Kölner Geigerin Isabella Schmitz. Das
Werk wird sicherlich seinen Weg machen.
Berliner Börsenzeitung, Oktober 1935
...
In seiner kantilenen Grundhaltung ganz
aus dem Eigencharakter des Instrumentes geschrieben, bestrickend
in Klang und Melodik.
Rhein.-Westf.
Zeitung
...Überragendes Können, echte Empfindsamkeit und
blutvolles Musikantentum verbinden sich hier aufs glücklichste
miteinander.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Das Violinkonzert zeigt Trenkners Vollblutmusikertum in reifer
Klarheit.
Rhein- und Ruhrzeitung
Variationen-Suite op.27 über
eine Lumpensammlerweise für Orchester
Werner
Trenkner geht in seiner
"Suite" in verspielter Laune einem verspielten Einfall
nach, schreibt musikantische Straßenpoesie. Besinnlich
humorige
Spielerei eines Könners, ansprechende musikantische Unterhaltung.
Kurt Uthoff, Westfälische Zeitung, 6.Januar 1937
Das Werk, das
die kompositorische Begabung Werner Trenkners, zumal seine satztechnische
Fertigkeit, trefflich beleuchtet,ist auch öfter
durch den Rundfunk
gesendet worden.
dt. Oberhausen, 5. November 1949
Fünf
Arabesken op.28 für Klavier
Evelinde Trenkner spielte
5 Arabesken opus 28 ihres Vaters mit
geballter Energie und Hingabe. Ihr gelang
eine packende Gestaltung des betont
melodiösen Werkes, dessen Harmonik an die Spätromantik
zurückweist. Hier wurde die Verbundenheit Trenkners zu Max Reger
deutlich.
Silvia
Balke, Solinger Tageblatt, 21.März 1990
Die Fünf Arabesken für Klavier
op.28 gehören zu den früheren Werken
des Komponisten und entstanden in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts.Trenkner
hat die Wirren der Zeit in seine Musik einfließen lassen:
groteske Klangsprache und Melodien, die nicht zur Ruhe
kommen wollen,sondern sich wiederum in
schier unberechenbare Akkordfolgen steigern. Die hohen technischen
und musikalischen Anforderungen sind eine echte
Herausforderung für jeden Interpreten.
(ca),
Solinger Morgenpost, 24.November 1997
Diese späten
Kompositionen stellt Lev Vinocour in Kontrast
zu unbeschwert virtuosen Kompositionen Werner Trenkners
aus dem Jahr 1936 und ließ
diesen schließlich im Reigen der durch den großen Beifall hervor gelockten Zugaben auch
in brillanter Spielfreude erkennen.Die so kompetente künstlerische
Würdigung von Werner Trenkner hatte besonderes
Gewicht, weil sie in Zusammenhang mit Mozart, Beethoven, Chopin
und schließlich gar Klavierbearbei-
tungen von Werken des Johann Strauß gestellt war.
Hans
Karl Pesch, Solinger Morgenpost, 14.März 2000
Eine besondere Attraktion
erklang mit drei Klavierstücken und fünf
Arabesken von Werner Trenkner. Lev Vinocour spielte auswendig
und zog durch die
einzelnen Sätze einen roten Faden, den manche Künstler bei
modernen Werken oft vermissen lassen. Wunderschön brachte
er die wie Reminiszenzen
klingenden Melodien hervor und umgarnte sie mal dissonant,
mal konsonant.
David
Jäger, Solinger Tageblatt, 13.März 2000
Kleine
Festmusik op.29 für
Orchester
Dieses
Vollblutmusikers
Bekenntnis zur Melodie, zum urgesunden Musikantentum, dem die
Gefühls- und Klangwelt warmblütiger Neuromantik Lebenselement
ist, wirkt immer wieder erfrischend, eine Feststellung,
die wir in Oberhausen wohl treffen können, nachdem
dieses Komponisten Werke in unserem Musikleben mehrfach zu hören
waren. In seiner Festmusik bekennt er sich zur alten Form, nicht
nur rein formal, sondern auch musikalisch, wofür z.B.
der Aufbau der Aria
wie auch das Fugato des festlichen Schlußsatzes sprechen.
Hans Jacobs, Oberhausen,
10.Dezember 1938
Acht
schlichte Volkslieder op.29a
Werner Trenkners Volkslieder wurden
von der Solistin mit Feingefühl in den zur
Entstehungszeit üblich klar übersichtlichen Formen vorgetragen
Dabei
wurde viel von der damals so häufig zitierten deutschen Seele
verraten. Hiroko Kashiwagi verstand es vorzüglich, in feinerPhrasierung
die verschiedenen
Stimmungen wiederzugeben.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 11. März 1992
Besonders
bei den"Acht schlichten Volksliedern"von Werner
Trenkner wurde jedoch die Fähigkeit zur feinen
nuancierten Stimmfärbung bis hinunter ins nur
gehauchte Pianissimo deutlich; eine bereichernde Interpretation
für die von spätroman- tischen
Formen geprägten, kurzen Lieder in klarer, offener Struktur.
Mika, Solinger Morgenpost, 12.März 1992
Konzert
h-Moll op.32
für
Cello und Orchester
Werner
Trenkner hat schon mit mancher Probe seine kompositorische Berufung
belegt. Nun legte er ein Konzert für Violoncello und Orchester
vor, das mit
dem Solisten Hermann von Beckerath in einem
Symphoniekonzert zum ersten Male erklang.
Aus h-Moll gehend, sucht die Musik den Tonalitätsbereich
durch farbige Harmonik zu erweitern, ohne die traditionellen Dur-Verwandtschaften
anzusteuern. Stilistisch gehört es in den Kreis subjektiver
Romantik, ohne
sich betont epigonal zu geben.Das Solo-Instrument ist mit schönen
Kantilenen wohl bedacht. Die Aufführung unter der Leitung
von Werner Trenkner hinterließ
einen durchaus positiven Eindruck.
E. F., Die Welt, 13. Dezember 1948
...folgte
das Konzert h-Moll, op.32, für Violoncello und Orchester von
Werner Trenkner, woraus mit Recht zu schließen
ist, daß der Abend von der vor
kurzem in Solingen gegründeten Werner
Trenkner- Gesellschaft veranstaltet wurde.
Solist war Dieter Meßlinger, seit rund zwanzig
Jahren bei den
Essener Philharmonikern tätig. Mit tiefem Einfühlungsvermögen
ging er ganz in der düsteren Melancholie des ersten
Satzes auf. Ruhige Cantabile-Takte kennzeichneten das
Adagio, und im anspruchsvollen dritten Satz blitzte immer wieder
das virtuose Können des Solisten auf. Das
sich seiner delikaten
Aufgabe sehr wohl bewußte Orchester unterstützte ihn beispielhaft; nicht zuletzt
dank der sicheren Leitung durch Harald Rummler,
der als enger persönlicher
Freund Trenkners dessen Intensionen vorbildlich zu deuten wusste.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 15.November 1990
Solist im 1948 in Stuttgart uraufgeführten WerkTrenkners
war der erste Solocellist der Essener Philharmoniker, Dieter
Meßlinger. Werner Trenkners
Cellokonzert ist dreisätzig geschrieben. Der wehmütige Charakter des Hauptthemas des ersten Satzes
wird nach den hymnisch gewaltigen Steigerungen
der Schlusstakteim zweiten Satz durch weihevolle Klänge
geradezu beruhigt. Hier, wie im rhythmisch gehaltenen Schlußsatz, steht der Solist
im Vordergrund.
Dieter Meßlinger verstand es dabei meisterlich, die verträumte Melodie
mit zart schwebendem Ton sowie die explosive Schlußsequenz mit
virtuos zupackendem
Spiel, wunderbar in seiner packenden Gestaltung herauszustellen.
Rat. Solinger Morgenpost, 15.November 1990
Requiem
op.33
für
vier Soli, Chor und Orchester
Werner
Trenkner zeigt sich, wie schon früher, auch
in seiner neuen Schöpfung als Vollblutmusiker, der einen
Vokalsatz ausgezeichnet singgerecht zu
schreiben versteht. Zeigt es sich in vielem traditionsgebunden,
so ist Trenkners Sprache eigenwillig genug, ihm den Wert einer durchaus originalen
Schöpfung
und einer persönlichen Aussage zuzugestehen. Jedenfalls
steht dieses "Requiem" als ein wichtiger Beitrag im
Schaffen unserer Zeit, und ihm wird, unter der Voraussetzung einer
ähnlich guten Interpretation, die natürlich unter dem
Komponisten die beste Gültigkeit erhielt, auch anderswo der
starke Erfolg sicher sein.
-elm-,Rhein-Echo Düsseldorf, 27. April 1946
Zum
Großereignis im laufenden Konzertwinter wurde für Oberhausen
die Aufführung des Requiems op.33 seines Städtischen
Musikdirektors Werner Trenkner.
Das Werk erlebte im vergangenen Jahre ebendort eine begeistert
aufgenommene Urauf-führung und brachte heuer ein dreimal ausverkauftes
Haus. Dieser Erfolg
ist für ein zeitgenössisches Werk nicht alltäglich.
E.G.-Neue Ruhr-Zeitung, 12 .April 1947
Würdig
in der Reihe der klassischen Vertonungen der lateinischen Totenmesse
steht dieses Werk als mächtige Architektur von barocker Großartigkeit
und
fast ekstatischer Ausdrucksfülle. Als Beitrag zur kultischen
Musik unserer Tage zeugt es von einem schöpferischen Talent,
das das "Mysterium tremendae"
des allgewaltigen Gottes zutiefst erfahren und erlebt hat.
Die Wirkung des Abends war außerordentlich. Ergriffenheit
und Begeisterung ließen das Haus in
langdauernde Ovationen ausbrechen.
A.v.D.,Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. Juni 1951
Vom
"Requiem aeternam", dessen dumpfen Marschrhythmus dennoch
die große Ruhe tröstlicher Gewißheit anhaftet
- seine Wiederkehr am Ende macht es
besonders deutlich - über ein vehementes "Dies irae",
das machtvoll in alle Vocalformen vom Solo bis zur Chorfuge hineingreift
und das Orchester zur
dramatischen Kulisse baut, über das vielfach unisono schreitende
Offertorium bis zum italienisch-süßen und dem schier
unerschöpflichen Hosanna-Jubel
bietet das Werk eine Sammlung aller musikhandwerklichen Künste
großer Herkunft.
Hans Kivelitz, Ruhrwacht, 15. April 1967
Mit der
Aufführung der "Requiem" von Werner Trenkner haben
Kantor Harald Rummler und sein Stadtkirchenchor das
Solinger Musikleben in beispielhafter
Weise bereichert. Es geht also, wenn man den Mut hat, die
ausgefahrenen Geleise einmal zu verlassen und
etwas Neues anzubieten. Das tut weder Bach
noch Händel Abbruch, sie sind zeitlose Gestalten.
Aber man muß das Schaffen der
Gegenwart kennen, um zur Vergangenheit das
richtige Verhältnis
zu bekommen.Trenkners "Requiem",1946 uraufgeführt,
ist ja streng genommen schon kein "modernes"
Werk mehr. Völlig tonal ausgerichtet, bezieht
es
seinen unend-lichen klanglichen und melodischen Reichtum
aus der abklingenden Spätromantik,die sich damals neuen Wegen
öffnete, und Trenkner mit ihr.
Wer wie er ein Requiem schreibt und noch
dazu in Kriegsnöten, muß die innere Berufung dazu fühlen.
Trenkner glaubt man seine Musik. Sein Requiem ist von wahrem Ernst
und tiefer Strenge erfüllt, aber ein weiter Atem spannt
den Bogen bis zum Jubel triumphierender Glaubensgewissheit. Überstrahlt
aber wurde
die Aufführung von einem Solisten-Quartett der Opernhäuser
Düsseldorf und Frankfurt /Main:Nassrin Azarmi, Hiroko Kashiwagi, Alfred Vökt und
Peter Christoph Runge.Ihren Stimmen begegnet man bei den Festivals
der ganzen Welt. Einen Abglanz davon vernahm man in
der tiefberührenden Aufführung in der Stadtkirche.
Dr. Werner Müller, Rheinische Post, 19.November 1982
Trenkner
ist ein spätromantischer Melodiker und ein Klang-Regisseur ersten Ranges
- kein Wunder, dass ihn Karajan aufgeführt hat. In
dem anderthalb-
stündigen Werk gibt es keine trockene Stelle,
es singt wie von selbst. Trenkner sucht nicht mit aller
Gewalt einen neuen Ausdruck - der ist, wo immer
man die Partitur aufschlägt, wie von selbst da.
Wie ein Kondukt beginnt mit sparsamsten Mitteln
das "Requiem aeternam" - der Schluß des Werkes
greift darauf zurück. Plötzlich hört man
Dur, stürmisch packte der Chor das neue
Tempo. Beim "Dies irae" gibt es den
ersten großen Aufschrei. Warme Blechbläserklänge
symbolisieren die Posaunen wundertönend, mit
Pizzicato-Streichern hält selbst der Tod den Atem an."Salva
me"schreit alles.
Ein ganz zartes und inniges Stück nach alter Requiem-Tradition
ist das "Benedictus". So könnte
man das ganze Stück durchgehen. Wo es aber zu
großen Aufwallungen kommt, bleiben die Klänge immer unter
dem harmonischen Gesetz.
Dr.
Werner Müller, Solinger Morgenpost, 13.November 1983
Konzert f-Moll Nr.1 op.35
für Klavier und Orchester
Höhepunkt
des Abends war das Konzert für Klavier und
Orchester f-Moll von Werner Trenkner. Der Komponist stammt aus
der Schule von Krehl und Wetz,
verbindet zeitnahe, lebendige Haltung mit künstlerisch gediegenem
Ausdruck. Den Klavierpart bestritt Evelinde Trenkner, und
zwar mit einer solchen Gestaltungs-
kraft, daß der Beifall kein Ende nehmen wollte. Viele Partien
des Klavierparts wirken fremdartig und beschreiten neue Wege,
die jedoch durchaus gangbar sind.
Das Klavierkonzert war ein Beweis dafür, daß"Neue
Musik"die Menschen sehr wohl mitreißen kann, wenn sie
sich in"geordneten Bahnen" bewegt. Solche Musik möchten
wir im kommenden Konzertwinter oft hören.
Heinz Roesburg, Buersche Zeitung, 3.Juni 1953
Mit
einer Herzlichkeit, um nicht zu sagen Begeisterung, die in Werk
und Werkdarstellung gleicherweise begründet waren, nahmen
die Hörer als fesselnden
Beitrag zur neuen Musik Werner Trenkners Klavierkonzert f-Moll
entgegen, das seine jugendliche Tochter Evelinde Trenkner mit
reifem, technischem Profil
und geistiger Bestimmtheit aus naturhaftem Temperament gestaltete.
ps.-, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 28. Februar 1956
Mit
großem Elan und klarem Formwillen verhalf Evelinde Trenkner,
liebevoll und hingebend unterstützt von Karl Köhler
und dem klangschön aufspielenden
Orchester, dem Klavierkonzert f-Moll ihres Vaters zu einem bejubelten
Erfolg. Das 1956 entstandene, mehrfach an verschiedenen Sendern
aufgeführte und
von uns schon ausführlich gewürdigte Werk trägt
die Züge einer noblen Künstlerpersönlichkeit an
sich, weiß überall Gediegenes, oft Überraschendes
auszu-
sagen und ist durchsetzt mit echten Steigerungen.
Trenkner weiß die Klangwelt seiner Frühentwicklung,
der er schätzenswerte Treue hält, mit neuester
Harmonik nicht nur von außen her zu verbinden. Dieses
Konzert sollte in jede Konzertplanung deutscher Dirigenten
hineinpassen. Es demonstriert eine
Generation künstlerisch-geistiger Verantwortung und umfassenden
Könnens.
H.K.-Ruhrwacht, 6. Mai 1960
Konzert Nr.2 op.41 für
Klavier und Orchester
Ein
eindeutiger Erfolg wurde die Uraufführung des 2. Konzertes
für Klavier und Orchester aus der Feder des Oberhausener
Komponisten Werner Trenkner,
der langedie Städtischen Konzerte leitete und Musikchef des
Stadttheaters gewesen ist, in einem Sinfoniekonzert des städtischen
Orchesters Essen unter
der Leitung von Kapellmeister Rainer Koch. Das dreisätzige
1964 entstandene Werk ist in maßvoll modernem Stil geschrieben.
Es verrät den routinierten
Könner, der sowohl für das Tasteninstrument wie für
das Orchester Wesentliches zu sagen hat. Ergiebige prägnante
Thematik in phantasievoller Verwandlung, rhythmischerElan und
spannende Dialog zwischen Klavier und dem klangreichen Instrumentarium
der Streicher und Bläser zeichnen die frische unkonventionelle
Komposition aus.
A.v.D., Westdeutsche Allgemeine Zeitung Essen, 8. Januar 1966
Neu
für Oberhausen war das zweite"Klavier Konzert",mit
dem der Abend einleitete. Wir haben das Werk bei seiner Uraufführung
in Essen schon ausführlich
besprochen. Die jetzige Aufführung, wiederum mit Evelinde
Trenkner als Solistin, ließ interessante Vergleiche zu.
In Essen war das Engagement der Pianistin
in der Absicht zumindest dasselbe. Die mehr mittelbare Interpretation
des damaligen Dirigenten ließ die letzten Vorstöße
nicht zu. Nun wollten"Vater und Tochter"
es genau wissen und zwangen sich und das Orchester zu einer wahrhaft
subjektiven, stark erregten und fast beunruhigenden Wiedergabe.
Das insbesonders vom Rhythmischen her ein Bekenntnis zur Motorik
der Zeit ablegende,für alle Teile schwere Stück verlangt
oft Instrumentalisten von der lässigen Sicherheit von Jazzrhythmikern
( heftige Taktwechsel ! ). Wurde dies erreicht,
so erkannte man durch Grüblerisches
und Sperriges das klare Gefälle des stürmischen Werks.
Der nach dem rasanten Schluß immer wieder aufbrausende Beifall
führte zur Wiederholung des letzten Satzes, der nunmehr,
ganz gelöst zu reiner Objektivität,
die musikantisch geordnete Kraft des Stückes auf das Schönste
erkennen ließ.
Hans Kivelitz, Ruhrwacht, 15. April 1967
Zehn neue Klavierstücke op. 42
Mit
Werner Trenkners Klavierstücken,op.42 überzeugte Sticken,
gab eine Kostprobe von dem musikalischen Reichtum
des Komponisten, dessen Werke
von der Gesellschaft gepflegt werden.
Dr.
Doris Müller, Solinger Tageblatt, 13.März 2001
Als Tribut an den geistigen Vater dieser Konzerte
startete sie mit der Toccata op.42 von Werner
Trenkner. Sorina Aust-Ioan lässt von Anfang
an keinen Zweifel
an ihren pianistischen Fähigkeiten. Halsbrecherische Geläufigkeit,
zupackende - Hoppla, jetzt komm ich - Virtuosität, Trenkner gibt
die Vorlage für einen furiosen Auftakt.
Wolfgang
Günther, Solinger Morgenpost, 25.September 2001
Magnificat
op. 43 für Sopran, Tenor, Baß, Chor, Orgel und Orchester
die sogar eine Uraufführung enthielt:
Werner Trenkners Magnificat op. 43 für 3 Soli,Chor,Orgel und
Orchester, das der Komponist in freundschaftlicher
Verbundenheit für Harald Rummler und seine
Glücksburger Kantorei geschrieben
hat. Der 1902 geborene Trenkner gehört
bestimmt nicht zu den
Avantgardisten, er ist kein Experimentierer; seine Musik
indes hat Format. Sein Magnificat bietet schöne, ja gewaltige,
sogar hinreißende Momente in
den Chor- und Ensemblesätzen. Die Sprache ist gesund
und kraftvoll, dann und wann durch
gewagte Harmonik unterstützt.
Prof
.Stöterau, Flensburger Tageblatt, 3.Dezember 1973
Dieser Griff in die Moderne war insofern
kein Risiko, als dem Komponisten für diese Komposition so viel
eingefallen war, dass er extreme Klangsituationen
vermeiden konnte. Es gibt schöne kontrapunktische Überlagerungen, bei denen
sich die Stimmzüge frei bewegen, aber man spürt schon
wenn sie sich
erheben, dass sie wieder im Mutterboden der Tonalität
landen werden. Alles ist farbig und wechselvoll angelegt, auch
die Instrumente singen. Der Chor
beginnt mit einem großen Unisono, das zu einer Dur-Lösung führt.
Über tiefen Frauenstimmen erhob sich danach der leuchtende Sopran von Danielle Galland.
In die große Instrumental- und Vokalpolyphonie der Schlussfuge
schleuderten die Solisten mächtige "Amen"- Rufe
hinein. Alles ist glaubhaft und wahr.
Dr. Werner Müller, Solinger Morgenpost,
4.November 1980
Das
ergreifendste Werk war unumstritten Trenkners "Magnificat".
Kraftvolle Harmonik und dynamischer Aufbau, der in einer geradezu
überwältigenden Schlussfuge ausklang, ließen den Abend, dessen Leitung
in Rummlers sicheren Händen lag, zu
einem tief beeindruckenden Ereignis heranwachsen.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 23.Oktober 1989
Diese idealen
Voraussetzungen waren von Harald Rummler bewunderungswürdig zu
einer Leistung genutzt, die hohen Rang beanspruchen durfte:
Ein
musikalisches Ereignis. Seit Harald Rummler in Solingen wirkt,
kennt man hier die künstlerische Hinterlassenschaft
von Werner Trenkner (1902-1981),
einem Freund Rummlers aus dessen früherem Wirken
in Norddeutschland. Diesmal war ein weiteres
Mal dessen "Magnificat" zu hören, das Rummler
1973 uraufgeführt, später aber für großes
Orchester ausgeweitet hatte. In dieser Form hörte
man es nun im Jubiläumskonzert als einen gewaltigen
Aufschrei aus tiefer Betroffenheit über den Einbruch
göttlichen Waltens.
Hans
Karl Pesch, Solinger Morgenpost, 8. November 1999
Konzert
op. 44 für Orgel und Orchester
Etwas abseits vom Festcharakter stand
das Orgelkonzert von Werner Trenkner, das Harald
Rummler als Uraufführung dirigierte. Im Präludium machte
sich ein furchterregendes Generalthema breit. Das "Andante
religioso" begann und endete in melodischer Weite, der
Mittelteil war der Orgel zugedacht
.Im Schlußteil herrschte der Zauber faszinierender Klangspektren.
Eine interessante und hörenswerte Komposition, die nach dem Schlussakkord
eigens
mit Applaus bedacht wurde.
Prof.
G. Sowa, Solinger Tageblatt, 29.September 1975
Auch diesmal gab es eine Uraufführung: Ein Konzert für
Orgel und Orchester von Werner Trenkner. Das dreisätzige Werk
beginnt mit dynamisch sich
steigernden Dissonanzen der Orgel; stoßartig folgen
Pauken und Blechbläser des Orchesters, knappe Klangfiguren
wiederholen sich im Fortissimo.
Der zweite Satz bringt, mit sanften Holzblasregistern
einsetzend, wunderbare ruhige Partien mit wohltuendem,
weit ausklingenden Abschluß.Spätestens
im abschließenden Satz ist festzu-halten, daß Trenkner sich
als Reger-Schüler versteht. Mit interessanten Klangspektren
unter Benutzung chromatischer
Läufe arbeitet er in der späten Art seines Meisters
die Melodie um den Bach-Choral "Wenn ich einmal
soll scheiden" machtvoll heraus. Eine auch technisch
großartige Leistung von Organist (R.A.Dears), Orchester
und Dirigent, die den Beifall auch im sakralen Raum für den
anwesenden Komponisten rechtfertigte.
Hans
Leims, Solinger Morgenpost, 30.September 1975
Drei
Klavierstücke op. 44a RV
In einer
Uraufführung spielte die junge Pianistin Julia Deutsch drei Stücke
für Klavier aus der reichen Hinterlassenschaft Trenkners.
Stark von Rhythmus
geprägt und durch spätromantische Züge gekennzeichnet,
bot die Solistin eine auch technisch perfekte Wiedergabe.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 9.September 1991
Von
diesen lernte man durch den begeisternden jungen Pianisten
Lev Vinocour drei 1970 entstandene
Klavierstücke kennen, die den Nachklang der
Romantik hinter sich lassen und sich aus kühler Gebärde
zu wuchtigen Gefügen von eigenwilligem har-monischen Reiz
erheben und unverwechselbar
Größe gewinnen. Man spürt damit, welche Rolle
das Klavier im breiten, jetzt in Solingen gehüteten Schaffen Trenkners
besonders als Begleitinstrument
für Lied-Kompositionen gespielt hat und
erahnt zugleich die Breite des Lebenswerkes, das
auch den Dirigenten und großen Anreger Werner
Trenkner
erkennen lässt.
Hans
Karl Pesch, Solinger Morgenpost, 14.März 2000
Variationen
für Klavier op.46 über
den Walzer aus der Ballettsuite von Max Reger
Sie verstand es, die von Einfällen
sprühenden Passagen, bei denen das tänzerische
Element stets dominierte, trotz enormer technischer Schwierigkeiten
in imposanter Weise anzudeuten.
Hans
Leims, Solinger Tageblatt, 3.September 1990
Der
13. Psalm op.47
für
Sopran, Bariton, Chor und Orchester
Herausragendes
Erlebnis des Konzertes war die Uraufführung des
13.Psalm, ein Werk, das in vollendeter Reife
geschrieben und asketisch streng
aufgebaut ist. Alles formt sich zu überwältigender Aussage.
Harald Rummler, die beiden Solisten Gabriele Schepers
und Dirk Schortemeier sowie das
Duisburger Orchester leisteten Maßstabarbeit.
Prof.
G. Sowa, Solinger Tageblatt, 18.April 1977
Bei
dem Psalm stand ihm außer dem Orchester, der bedeutenden
Sopranistin Gabriele Schepers und dem tüchtigen Bariton Dirk
Schortemeier ein gewaltiges Sängeraufgebot zur Verfügung,
mit denen Rummler die fesselnde, wahrhaft empfundene
und wirkungsvolle Komposition erreichten Höhepunkten zuführte.
Dr. Werner Müller, Solinger Morgenpost, 19.April 1977
Suite op.48
für Violine und Klavier
Im März
1978 wurde seine "Suite op.48" für Violine und
Klavier uraufgeführt, die Interpretation durch Susanne Ripphahn
und Thomas Palm im Museum Baden
wurde zu einem begeisternden musikalischen Genuss und erneuten
Beweis für den hohen Standard der Kompositionen Trenkners.
Wolfgang Günther, Solinger Morgenpost, 13. Mai 2003
Variationen
für zwei Klaviere op.49 über
ein Thema von Peter Tschaikowsky
In dieses reine Starkonzert war eine Komposition
von Werner Trenkner einbezogen, die Uraufführung von Variationen über
ein Thema aus Tschaikowskys vierter Symphonie,
das Opus 49 des Freundes der Solinger Gemeinschaft.
Er hinterfragt in dem kurzen Stück Klangwonnen Tschaikowskys
durch eine herbe Meditation von einer eigenen,
strengen Harmonik, für die sich beide italienische Pianisten (Hector
Moreno & Norberto Cappelli) durchaus eindringlich engagierten.
Hans
Karl Pesch, Solinger Morgenpost, 27.April 1993
Eine Uraufführung war mit
Werner Trenkners Variationen über ein Tschaikowsky-Thema
zu verzeichnen. Das melodische Thema wurde schwebend leicht
abgehandelt und mit lebhaftem Beifall bedacht.
Hans Leims, Solinger Tageblatt, 27. April 1993
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